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Pelletsofen

Pelletsofen – mit Holzpellets als Brennstoff

Besonders in der Übergangszeit zwischen Winter und Sommer werden gerne Kaminholzöfen in der Wohnung betrieben. Diese können rasch angefacht werden und verbreiten einen natürlichen Duft nach Holz. Gleichzeitig erwärmen sie innerhalb kurzer Zeit den Wohnraum und sorgen für die benötigte Wärme, die mit Sonnenkraft noch nicht erreicht werden kann. Diese Öfen werden großteils mit Kaminholz oder Holzpellets betrieben. Das bringt viele Vorteile, insbesondere einen erhöhten Heizkomfort und für die Umwelt.

Maßgeblich für eine bessere Umweltbilanz

Das Heizen mit Holz ist eine gute Alternative im Gegensatz zu Öl- und Gasheizungen. Hier gibt es für jede Kaminart und Pelletheizung das passende Brennmaterial. Dieses kann einfach und unkompliziert im Internet ausgewählt und bestellt werden. Durch ein spezielles Lieferservice wird es rasch zum Konsumenten gebracht. Innerhalb weniger Minuten wird der Pellettank dann aufgefüllt und der vollautomatische Pelletkessel kann wieder neuen Brennstoff beziehen.

Natürlich gibt es sowohl für Kaminholzöfen als auch für die zentrale Pelletheizung Brennmaterial zu bestellen. Vor jedem Kauf haben die Verbraucher die Möglichkeit, sich über das Heizprodukt zu informieren.

Holzpellets © depositphotos.com

Holzpellets © depositphotos.com

Clever heizen mit einem Pelletofen

Mit einem Pelletofen können Immobilienbesitzer clever heizen. Die Verbrennung der Holzpellets macht diese Öfen als effektive Wärmequellen sehr beliebt, da die Pellets viele Vorteile gegenüber herkömmlichen Heizmaterialien haben.

Die gefährlichen Staubexplosionen, die man aus der Verbrennung von Briketts kennt, bei denen durch den Transport zu viel Abrieb entstand, sind bei Pellets nicht zu erwarten. Es entsteht weder bei der Lagerung noch beim Transport Staub, die geformten Stücke sind so fest gepresst, dass sie gut transportiert und portioniert werden können.

Die gut abmessbare Menge an Pellets, die für den jeweiligen Heizbedarf zugefügt wird, ist genau dosierbar und lässt sich auf den Bedarf ausrichten. So sind auch in der Übergangszeit im Herbst oder Frühling angenehme Temperaturen in der Wohnung am Abend und am Morgen mit dem bedarfgerechten Heizen zu erreichen.

Welcher Raum soll mit dem Pelletofen beheizt werden?

Der Hauptgrund für den Kauf eines Pelletofens ist meist der Wunsch, in den eigenen Wohnräumen ein behagliches Ambiente zu erzeugen. Dazu tragen die sichtbaren Flammen sowie die hohe Strahlungswärme des Ofens bei. Um dies zu ermöglichen, muss selbstverständlich ein Modell gewählt werden, dass bezüglich seines Designs als auch seiner Funktionalität zum Raum passt. Nur so kann er den Haushalt optisch aufwerten.

Ein wichtiges Kaufkriterium besteht in der Frage, für welchen Raum der Pelletofen genutzt werden soll. Soll lediglich ein einzelner Raum, beispielsweise der Wohnbereich, geheizt werden? Oder sollen angrenzende Räume ebenfalls durch den Ofen geheizt werden? Meist wird der Pelletofen als Zweitgerät für die Beheizung eines einzelnen Raumes verwendet, jedoch besteht auch die Möglichkeit, das komplette Heizsystem darauf auszulegen. Dieses Kriterium ist grundlegend für die Entscheidung, welche Art von Pelletofen sinnvoll ist.

Über welche Leistung muss der Pelletofen verfügen?

Ein weiterer wichtiger Punkt in der Kaufentscheidung sind die Leistung und Energieeffizienz des gewählten Modells. Besonders, wenn der Ofen bestehende Heizsysteme im Haus ergänzen oder ersetzen soll.

  • Um zu wissen, welche Leistung in kW benötigt wird, müssen vorab die Eckdaten des Raums, der mittels Pelletofen beheizt werden soll, geklärt sein.
  • Doch nicht nur die Größe ist ausschlaggebend, auch der energetische Zustand stellt einen entscheidenden Einflussfaktor dar. So wird im unsanierten Altbau eine höhere Leistung notwendig sein als in einem modernen Gebäude. Im Zweifelsfall sollte vorab ein Installateur konsultiert werden.
  • Generell bietet das Raumheizvermögen Aufschluss darüber, welches Pelletofen-Modell benötigt wird. Dieser Kennwert besagt, welche Fläche mit einer Heizung erwärmt werden kann.

Bei einer Raumfläche von 40 Quadratmetern wird ein Pelletofen mit einem Heizungsvermögen von 4 kW benötigt, vorausgesetzt der Kennwert beträgt 0,1 kW.

Wie viel Platz steht zur Verfügung?

Bevor ein Pelletofen gekauft wird, muss der jeweilige Platzbedarf ermittelt werden. Denn der Platzbedarf des Pelletofens liegt über dem eines herkömmlichen Kamins. Dabei ist entscheidend, dass die notwendige Infrastruktur für die jeweilige Fläche entsprechend ausgelegt ist. Braucht der Ofen Strom? Ist der Zulauf zum Schornstein verfügbar? Diese und andere Fragen müssen vorab geklärt werden.

Da es sich bei dem Pelletofen um ein dezentrales Heizgerät handelt, ist außerdem entscheidend, wo im Raum er aufgestellt wird. Das bedeutet, er sollte möglichst zentral installiert werden und in keiner Nische stehen. Auch sollte der Tank zum Nachfüllen der Pellets gut erreichbar sein. Der vorhandene Platz gibt letztlich Aufschluss über die Maße, über die der Ofen verfügen darf.

Wie viel Geld soll für den Pelletofen ausgegeben werden?

Die Preise von Pelletöfen hängen von unterschiedlichen Faktoren ab.

  • Generell gilt, dass Einzelöfen günstiger sind als Komplettsysteme.
  • Ihr Preis liegt im mittleren Preissegment zwischen 1.000 und 4.000 Euro.
  • Wie hoch genau der Preis ist, hängt ab von der Leistung in kW, dem Hersteller und dem jeweiligen Modell.
  • Auch die verwendeten Materialien und deren Verarbeitung spielen in der Preisbildung eine Rolle.

Zwischen den unterschiedlichen Pelletöfen bestehen meist erhebliche Qualitätsunterschiede. Deshalb ist es sinnvoll, die unabhängigen Bewertungen von Stiftung Warentest in die Auswahl miteinbeziehen. Stiftung Warentest hat bereits einen sehr detaillierten Pelletofen Test durchgeführt und bietet sowohl Anhaltspunkte für den Kauf als auch eine Bewertung der verfügbaren Modelle.

Zusätzlich müssen die Kosten für den Brennstoff, die Pellets, in Betracht gezogen werden. Diese machen den Pelletofen im Betrieb etwas teurer als den Kamin. Trotzdem ist der Preis für die Pellets in letzter Zeit stabil geblieben, sodass die Abnehmer großer Mengen mit dem Ofen vergleichsweise kostengünstig heizen können. Obwohl die Kosten eines Pelletofens deutlich über denen von regulären Kaminen liegen, können die Kosten durch deren Effizienz, Verbrauch und Komfort ausgeglichen werden.

Soll mit dem Pelletofen das vorhandene Heizsystem entlastet werden?

Ist es geplant, mit dem Pelletofen das vorhandene Heizsystem zu entlasten, ist ein wasserführender Pelletofen gut geeignet. Dieser heizt besonders sparsam. Wird er mit einer Solaranlage betrieben, überzeugt er dabei durch seine Energieeffizienz. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass der Pufferspeicher ausreichend groß dimensioniert sein muss. Ansonsten hat der installierte Pelletofen keine Chance, die Räume effizient zu heizen. Das liegt daran, dass 80 Prozent seiner Wärmeleistung über den Wärmeaustausch direkt an den Heizkreislauf abgegeben werden.

Ist der Pufferspeicher zu gering, kann dies zu einer Überhitzung führen und Schäden an der Heizungsanlage verursachen.

Deshalb lohnt es sich, bei der komplexen Installation eines kompletten Heizsystems einen Fachmann zurate zu ziehen. Dieser übernimmt nicht nur die Installation, sondern ebenfalls die notwendige Planung. Auch kann der Fachmann die Emissionswerte deuten, die der neue Ofen vorweisen muss. Werden die gesetzlichen Werte überschritten, kann der Schornsteinfeger diesen nicht abnehmen.

Wichtige Kaufkriterien für Pellets

Welche Holzart soll es sein?

Dabei kommt es darauf an, welche Holzabfälle in den Pellets enthalten sein sollen. Holzarten wie Birke und Buche eignen sich speziell für die Kaminholzöfen. Sie weisen nur einen geringen Funkenflug auf und entwickeln eine lang anhaltende Glut. Dabei steht vor allem das umweltschonende Heizen im Vordergrund. Denn das Brennholz gibt nur jene Menge des Co2 frei, das es zu Lebzeiten aufgenommen hat. Und da der Holzpreis im Gegensatz zum Öl- und Gaspreis durchwegs stabil ist handelt es sich bei der Pelletheizung um eine umweltschonende Art des Heizens, die obendrein auch noch günstig ist.

Normen beachten

Holzpellets sind seit einigen Jahren nur noch in genormten Arten verkäuflich. Dies hat der Europäische Rat im Jahr 2006 beschlossen und den Mitgliedsstaaten zur Umsetzung aufgetragen. In Österreich und Deutschland findet man derartige zum Teil strengere Normen bereits seit einigen Jahren.

Grundsätzlich sei gesagt, dass der Pelletkessel Holzpellets mit einer Restfeuchte von unter 10% bevorzugt (nähere Infos finden Sie hier). Der Feinanteil sollte dabei bei unter einem Prozent liegen und der Aschegehalt weniger als 0,7% aufweisen.

Die richtige Menge

Die Holzpellets gibt es je nach Bedarf in unterschiedlichen Verkaufsmengen. Wenn man zum Beispiel nur einen Kaminholzofen im Wohnzimmer stehen hat, muss man nicht mehrere Tonnen des Brennstoffes kaufen und dann im Keller einlagern. Andererseits wäre es für einen Besitzer einer Pelletheizung umständlich, wenn dieser Brennmaterial in 10kg-Säcken erwerben müsste. Dafür gibt es je nach Art und kW-Zahl eigene Transporteure, die diese nach Wunsch anliefern können.

Restfeuchte beachten

Die geringe Restfeuchte und die mechanische Festigkeit schützen die Pelletheizung und den Schornstein vor zu hoher Versottung. Dabei handelt es sich um das Durchdringen der Mantelsteine von Kamin und Ofen, das durch Wasser, Teer und Säuren bewirkt wird.

Braune Flecken und zum Teil sehr unangenehmer Geruch sind die Folge. Sie entstehen, wenn die Restfeuchte zu hoch ist oder die Festigkeit des Brennmaterials nicht gegeben ist. Dies tritt vor allem dann auf, wenn die Abgase der Pelletheizung aufgrund seiner Betriebsweise zu stark abkühlen, bevor sie den Kamin verlassen. Dadurch kommt es zu einer starken Abkühlung der Inhaltsstoffe der Abgase, aus denen sich wiederum Wasserdampf und flüchtige nicht vollständig verbrannte Kohlenwasserstoffe und Säuren spalten und im Mantelgestein festsetzen können.

Durch die zu starke Abkühlung der Abgase vermindert sich nebenbei auch der ofeneigene Auftrieb, wodurch eine weitere Abkühlung der Schadstoffe ermöglicht wird. Insbesondere bei fehlerhafter Planung und bei falschem Brennmaterial kann dies auftreten.

Woher kommen die Holzpellets?

Dies ist auch der Grund wieso das Brennmaterial für den Pelletkessel nicht aus ehemaligen Ostblockstaaten geliefert werden sollte, wenngleich deren Preise womöglich niedriger sind als von heimischen Pelletserzeugern.

Und ganz nebenbei sollte hier auch darauf geachtet werden, dass man auch für den Brennstoff keine zu langen Transportwege anstrebt. Denn schließlich fahren diese Transporteure zumeist ebenfalls mit weiter verarbeiteten Erdölprodukten, wodurch die CO2-Belastung der eigenen Heizung wieder steigen könnte.

Was kostet das Heizen mit Pellets?

Je Kilowatt mit Pellets erzeugt braucht es zirka 4,0 Cent.

Alternativen zum Pelletsofen

Eine andere, zugegeben etwas teurere Methode in seinen eigenen vier Wänden für mehr Gemütlichkeit zu sorgen, ist die Anschaffung bzw. der Einbau eines Heizkamins. Bei Experten aus der Branche kann man sich für einen der vielen Kamineinsätze entscheiden, und diesen vom Profi direkt unter seinen Kaminschacht einbauen lassen. Grundsätzlich unterscheiden sich diese Kamineinsätze nur in ihrer Optik. So ist es zum Beispiel möglich Kamineinsätze zu bestellen, die sowohl an der Front als auch im hinteren Bereich über eine Verglasung verfügen.

Verfügt man in seiner Wohnung oder seinem Haus über keinen bestehenden Kaminschacht, so hat man auch die Möglichkeit sich einen Kaminofen anzuschaffen. Moderne Kaminöfen bestechen vor allem durch ihr stilvolles Design. Die meisten Hersteller von Kaminöfen bieten deshalb Designs, die sich sehr stark voneinander unterschieden. Damit kann gewährleistet werden, dass verschiedene Geschmäcker getroffen werden und auch jeder Kaminofen zum Einrichtungsdesign eines Raumes passt. Mit der Anschaffung eines Kaminofens kann man nicht nur erreichen, dass der jeweilige Raum gemütlicher wird, sondern diesen natürlich auch alternativ beheizen. Hier ist es sogar möglich sich über Jahre hinweg einen stattlichen Betrag an Heizkosten zu sparen.

Fazit: Mit einem Pelletofen clever heizen

Die wichtigsten Kriterien bei einem neuen Heizsystem sind die Energieeffizienz, die Verarbeitung und die Umwelteigenschaften. In den meisten Fällen ist auch die Handhabung nicht zu vernachlässigen, da der Ofen einen gewissen Komfort bieten sollte, besonders im Zeitalter des Smart-Homes.

Pelletöfen sind effizienter als traditionelle Kaminöfen. Sie eignen sich auch als automatisches Heizsystem, sind dann jedoch teurer als Einzelöfen. Trotzdem sind teurere Modelle meist robuster in ihrer Verarbeitung sowie anwenderfreundlicher. Diese Modelle arbeiten meist raumluftabhängig und sind damit ideal geeignet für Passivhäuser mit einer integrierten Lüftungsanlage. Beim Kauf eines Pelletofens sollten immer die Gegebenheiten in den eigenen vier Wänden berücksichtigt werden.

Wer seine Immobilie renoviert oder umbaut, sollte eine Heizungsoptimierung überdenken. Die Anpassung an moderne Heiztechniken, die effizient und sauber arbeiten, kann große Kosteneinsparungen bringen. Schon ein Anstieg von wenigen Prozent in der Effektivität sorgt dafür, dass sich die Kosten für eine neue Heizungsanlage rasch amortisieren.